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Raja Yoga – Der königliche Yoga-Pfad
Der Begriff „ Maharaja“ heißt wörtlich übersetzt maha=groß, raja=König, königlich. Beim Raja Yoga handelt es sich also um den königlichen Yoga-Pfad oder Pfad der Gedankenkontrolle. Vor etwa 2000 Jahren schrieb Patanjali Maharishi die Essenz von Yoga nieder. Er schuf damit eine der sechs klassischen Philosophien Indiens, die zusammen den Hinduismus bilden. Patanjali bezeichnete diese Philosophie einfach als Yoga. Der Begriff “Raja Yoga” entstammt einer späteren Yoga-Schrift (der “Hatha Yoga Pratipika”), in der der spirituelle Weg (Raja Yoga) vom körperlichen Weg (Hatha Yoga) abgegrenzt wurde. Diese beiden Pfade ergänzen sich und sind untrennbar miteinander verbunden.

Yoga
Heutzutage gibt es vier klassische Yoga-Richtungen:
• Raja Yoga • Jnana Yoga (Yoga der Weisheit, des Wissens), • Bhakti Yoga (dem Pfad der Hingabe) und • Karma Yoga (dem selbstlosen Dienst am Nächsten).
Im Raja Yoga wird eine stufenweise Entwicklung und Beherrschung des Geistes angestrebt. Dies geschieht in 8 Stufen bzw. Gliedern. Daher wird Raja Yoga auch als “achtgliedriger oder achtfacher Yogapfad”, also “Ashtanga Yoga” bezeichnet. Diese Stufen werden aber nicht einfach erklommen, sondern fließen durch die Praxis des Yoga ineinander über. Das höchste Ziel im Raja Yoga ist das Eins-Werden von Körper und Geist durch ruhig Stellen der Gedankenwelten.
Die 8 Glieder das Raja Yoga:
1. Yama (Selbstbeherrschung in Gedanken, Worten und Taten) 2. Niyama (Kultivierung von Eigenschaften) 3. Asana (Stellung, Körperstellung) 4. Pranayama (Kontrolle der Lebensenergie) 5. Pratyahara (Aufmerksamkeit, Zurückziehen der Sinne) 6. Dharana (Konzentration) 7. Dhyana (Meditation) 8. Samadhi (überbewusster Zustand)
Neben Hatha Yoga existieren noch andere Yoga-Wege, die die Praxis des achtgliedrigen Yoga-Pfades umfassen. Dazu gehören Kundalini Yoga, Laya Yoga und Mantra Yoga. Aber auch diese Yoga-Richtungen werden im Raja Yoga mit einbezogen.
Bildquelle: Bodo Schmitt / pixelio.de