Was ist Qi-Gong und wie ist seine Wirkung?
Qi-Gong ist eine sanfte Methode der Bewegung um Körper, Geist und Psyche zu entspannen.
Diese Methode hat in China eine über 4000 Jahre alte Tradition. Da diese Bewegungsübungen nicht nur vorbeugenden sondern auch heilenden Charakter haben, wurden die Qi-Gong Übungen in China lange geheim gehalten und nur vom Vater auf den Sohn oder in den Klöstern von einem Qi-Gong Meister auf seinen für würdig erachteten Schüler weiter gegeben.
In der traditionellen chinesischen Medizin ist Qi-Gong eine Heilmethode neben der Akupunktur und Moxibution, der Kräutermedizin, der Tuina – Massage und der Ernährungslehre.
Im alten China wurden die Ärzte nur dann bezahlt, wenn ihre Patienten auch gesund blieben. Wie konnte ein Arzt aber erkennen, dass eine Krankheit bei einem seiner Schützlinge droht?
In der Erkennung einer sich entwickelnden Krankheit ist die TCM (traditionelle chinesische Medizin) der westlichen Medizin überlegen.
Wie kann aber ein in TCM ausgebildeter Arzt oder Therapeut erkennen, dass sich eine Krankheit in Zukunft entwickelt, wenn die ersten Anzeichen nicht behandelt werden.
Nun, in der TCM kennt man die Zungen-, Puls-, Gesichts- und auch Handdiagnose, mit der man Energiestörungen auf den Meridianen – das sind die Energieleitbahnen, die den Körper durchziehen, erkennen kann.
Nach der TCM fließt das Qi, in der Regel mit Lebensenergie übersetzt, auf den Meridianen. Alle Disharmonien können so schnell erkannt und im Vorfeld, also ehe die Erkrankung manifest wir, behandelt werden.
Ich führe jährlich Qi-Gong – Wochen auf den Nordseeinseln und auch an anderen Orten durch. Ich sprach auf solch einer Woche unter anderem auch über die Diagnosemethoden. Die Teilnehmer/innen fanden es so spannend, dass mir alle ihre Zungen zeigen wollten. Hierbei entdeckte ich bei einer ca. 60 Jahre alten Teilnehmerin ein Besorgnis erregendes Signal. Ihre Zunge war nicht gerade, wie es die Regel ist, sondern schräg zu einer Seite gewandt. Dies ist ein Zeichen, dass Schlaganfallgefahr droht.
Ich war sofort beunruhigt und sagte den Teilnehmern/innen das auch. Ich hatte aber noch eine gemeinsame Qi-Gong Stunde mit dieser Gruppe und wollte der Teilnehmerin danach erklären, was nun zu tun ist. Nach der Übungsstunde mit Qi-Gong schaute ich mir die Zunge erneut an, und siehe da, die Zunge war wieder gerade. Hier hatten die Qi-Gong Übungen zu einer Harmonisierung der Energien (des Qi`s) auf den Meridianen geführt.
Qi- wird mit Lebensenergie und Gong mit Arbeit oder Übung übersetzt. Also, Qi-Gong üben heißt: sich mehr Lebensenergie zuführen und diese Energien auch harmonisieren. Viele Kursteilnehmer/innen berichten mir auch immer nach einer gewissen Qi-Gong Übungszeit, dass sie sich fitter, energiereicher und auch belastbarer fühlen.
Die Kursteilnehmer/innen fragen mich häufig, was der Unterschied zwischen Tai-Qi und Qi-Gong sei. Tai-Qi wird in China und inzwischen in vielen Ländern der Welt geübt um den Körper gelenkig, geschmeidig und die Psyche auch in Harmonie und Balance zu halten. Dies trifft natürlich auch auf das Üben von Qi-Gong zu. Aber Qi-Gong Übungen dienen neben dem Zweck
a) der Krankheitsvorbeugung, also der Prävention – deshalb bezahlen auch die Krankenkassen einen Zuschuss zu den Kursgebühren – auch
b) der Behandlung von Erkrankungen. Das besondere ist hier, dass der Erkrankte selber etwas für sich tun kann und sich nicht nur „behandeln“ lässt.
Es gibt hunderte verschiedene Qi-Gong Übungen und Übungsreihen. Man unterscheidet dann noch zwischen stillen Übungen und bewegtem Qi-Gong. Die stillen Qi-Gong Übungen laufen ähnlich ab wie eine Meditation und die bewegten Übungen kennen die Elemente: Bewegung, Atmung und Vorstellung. Davon heben sich dann noch die medizinischen Qi-Gong Übungen ab.
Sehr bekannte medizinischen Qi-Gong Übungen sind:
1. Das Guolin Qi-Gong. Diese Übungen erlernen Tumorkranke um inoperable Tumore zu verkleinern bzw. zu heilen. Aber auch um die Nebenwirkungen einer Chemotherapie zu minimieren, also als Ergänzung zu allen schulmedizinischen Behandlungen.
2. Das Duft-Qi-Gong. Es sind sehr leicht und einfach zu erlernende Übungen mit guter Wirkung bei z. B. chronischen Atemwegserkrankungen. So berichtete mir erst kürzlich eine Kursteilnehmerin, dass sie schon an 5 Tagen vergessen habe ihr Astma – Spray zu benutzen.
Gute Erfolge mit diesen Qi-Gong Übungen haben in der Regel Personen mit: hohem Blutdruck, chronischen Atemwegserkrankungen, Allergien, Herzrhythmusstörungen, Tinnitus, Konzentrations- und Schlafproblemen, chronischer Verstopfung, Schulter-, Nacken-, und Knieschmerzen, Migräne, Rheuma und Burn out. Die Übungen führen zu einer Entgiftung des Körpers und entfalten so ihre gesundheitliche Wirkung. Außerdem führen sie zu einer tiefen Entspannung, Stimmungsaufhellung u. Steigerung der Konzentrations- Fähigkeit.
Zum Namen „Duft-Qi-Gong“: Durch die Qi-Gong Übungen wird der Körper zur Entgiftung angeregt. Nach der Entgiftungsphase entwickelt man einen körpereigenen Duft, wie auch jede Blume einen eigenen Duft hat, so erklären die Chinesen den Namen. Daher der Name “Duft Qi-Gong”. Es werden also keine Düfte versprüht und auch keine Räucherstäbchen angezündet.
3. Das Healing Qi-Gong: Diese Übungen werden im Sitzen auf dem Stuhl durchgeführt. Die Übungen lösen Blockaden auf, harmonisieren Körper, Geist u. Psyche, machen die Wirbelsäule beweglicher u. haben günstige Wirkungen bei chronischen Erkrankungen, z.B. Rheuma, Bechterew, hohem Blutdruck, Hauterkrankungen, bei Stressfolgen, Reizmagen, Leber- u. Nierenproblemen, Hauterkrankungen und dienen auch der Entgiftung. Da auch sehr lustige Übungen in der Qi-Gong Reihe enthalten sind, gibt es immer viel Spaß mit den Übungen. Dieses fördert bei den Kursteilnehmern/innen immer sehr die Entspannung. Gute Erfolge haben wir bei austherapierten Personen mit schwersten Hauterkrankungen gesehen.
Die med. Qi-Gong Übungen führen nun nicht zu Wunderheilungen, sondern setzen tägliches und konsequentes Üben voraus. Wirkungen sind häufig erst nach längerer Übungszeit zu spüren. Ja, oft erst nach mehreren Wochen tritt eine Besserung ein.
Dies sind nur drei Beispiele für med. Qi-Gong Übungen. In China werden diese Übungen ganz gezielt für Patienten eingesetzt. Es gibt inzwischen auch in Deutschland Kurkliniken, die für ihre Patienten Qi-Gong Lehrer beschäftigen und diese Übungen anbieten.
Ich selber habe durch eine schwere Erkrankung zum Qi-Gong gefunden und dann von 1997 – 1998 eine Ausbildung als Qi-Gong Lehrer bei der chinesischen Ärztin Qi duan Li in Berlin gemacht. Den Kontakt zu ihr habe ich bis heute gehalten und besuche jährlich mehrere Fortbildungsveranstaltungen bei ihr.
Seit meiner Ausbildung als Qi-Gong Lehrer führe ich Kurse, Seminare, Qi-Gong Wochen, Vorträge und Gesundheitsveranstaltungen zum Stressabbau mit Qi-Gong in Betrieben durch; nach dem Motto:
Durch sanfte Bewegung in die Ruhe kommen.
Weitere Informationen können Sie auf meiner Homepage unter: www.albert-ast.de finden. E-Mail: info@albert-ast.de